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PARODONTITIS-BEHANDLUNG

 

Die Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat. Der Zahnhalteapparat besteht aus der Gingiv (Zahnfleisch), dem Wurzelzement, der Wurzelhaut, kollagenen Fasern und dem Zahnfach.
Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, der durch bestimmte Bakterien aus Zahnbelag und Zahnstein angegriffen wird. Machen sich erst einmal Ablagerungen und Bakterien unter dem Zahnfleischrand breit, bildet sich am Zahn sehr harter Zahnstein (Konkrement). Hinzu kommt, dass Zahnfleischtaschen einen Sammelplatz für Bakterien und deren Stoffwechselprodukte sind. Der Körper bekämpft sie mit einer Entzündung. In der akuten Phase der Entzündung kommt es zu Blutungen und eitrigem Ausfluss aus der Zahnfleischtasche, begleitet von Mundgeruch. Klingt die Entzündung ab, bleibt ein zerstörtes Knochen- und Stützgewebe zurück. Die Erkrankung verläuft meist schubweise. Ruhephasen können bis zu einem Jahr andauern. Begünstigt wird sie vor allem durch eine schlechte Mundhygiene, Rauchen, Stress und Allgemeinerkrankungen wie Diabetes. Auch eine genetische Komponente wird diskutiert. Der Verlauf kann sich über Jahrzehnte hinziehen. Bleibt die Parodontitis unbehandelt, führt sie schnell zum Zahnverlust.
Die Parodontitis ist neben Karies die zweit größte Mundkrankheit. Nach dem 35. Lebensjahr gehen durch Parodontitis mehr Zähne verloren als durch Karies.